Auf Einladung des Sprechers der Städte und Gemeinden des Kreises Warendorf, Herrn Dr. Strothmann, trafen die Sprecher der Städte und Gemeinden des Kreises Borken, des Kreises Coesfeld und des Kreises Warendorf sich in Beckum. Viele Themen standen auf ihrer Tagesordnung.

So ging es bei ihrem Treffen unter anderem um den Eichenprozessionsspinner der den hiesigen Kommunen besonders in diesem Jahr riesige Probleme bereitet habe. Einig sei man sich, dass dieses in den letzten drei Jahren in der hiesigen Region verstärkt aufkommende Problem, von den Kommunen alleine nicht mehr gelöst werden könne. Man sehe sowohl das Land als auch den Bund gefordert, um den Städten und Gemeinden bei der Bekämpfung tatkräftige Hilfe zukommen zu lassen. Gespannt warte man auf das Ergebnis des NRW Umweltministeriums, wie es gedenke das mittlerweile landesweit aufkommende Problem gemeinsam mit den Kommunen lösen zu können.
Auch beschäftigten die kommunalen Vertreter sich mit den Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als auch des Schienen Personennahverkehrs (SPNV), die eine deutliche Verbesserung im Münsterland erfahren müssten. Gerade der ländliche Raum sei auf eine deutliche Verbesserung des SPNV als auch des ÖPNV angewiesen, um die Attraktivität dieses Raumes sowohl als Wirtschafts- als auch Wohnstandorts halten zu können. Es reiche einfach nicht, die hiesige Region für ihre Wirtschaftskraft als auch für ihre hohe Wohnqualität zu loben, um dann zu vergessen, dass auch hier der Ausbau der Infrastruktur erfolgen muss. Mit einer deutlichen Verbesserung des Angebots im ÖPNV als auch im SPNV könne dem vorherrschenden Fachkräftemangel erfolgreich begegnet werden.

Dass das Münsterland einen riesigen Nachholbedarf im Bereich des Wohnens habe, um das Festzustellen, dafür habe man nicht auf die Pestel Studie warten müssen. Tagtäglich würden die Städte und Gemeinden auf dieses Problem stoßen, dessen Ursache vielfältige Gründe habe, die oftmals außerhalb des Verantwortungsbereiches der Kommunen lägen.

Auch die Arztversorgung im ländlichen Bereich werde die Kommunen in den kommenden Jahren sehr stark beschäftigen. Bei der Lösung dieses Problems sei es kontraproduktiv, das die Bertelsmann-Stiftung vorgeschlagen habe zwei Drittel der Kliniken im Bundesgebiet zu schließen. Gerade der ländliche Raum sei auf die Grundversorgung der Kliniken angewiesen, wie sich gerade in den letzten Jahren besonders herauskristallisiert habe.

Im Bereich der Förderschullandschaften sei man dem Land NRW sehr dankbar, dass es den Kommunen mittlerweile viele Möglichkeiten böte, um Förderschulen neben Allgemeinbildenden Schulen als Wahlmöglichkeiten für die Eltern und ihrer Kinder anbieten zu können. Dabei komme es auf die Kreativität jedes einzelnen Schulträgers an, das Vieles möglich mache, wenn man nur wolle.