Bürgermeister Richard Borgmann und Wirtschaftsförderer Stefan Geyer besuchten kürzlich die seit einem halben Jahr in der Lüdinghauser Bahnhofsstraße ansässige Verwaltung der Thomas-Hoof-Gruppe. In Lüdinghausen hat die Beteiligungsgesellschaft ihren Verwaltungssitz mit 18 Mitarbeitern und drei Auszubildenden, die Projekte an verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein betreuen.

Thomas Hoof – in Olfen geboren – hatte 1989 das Versandhaus Manufactum (Es gibt sie noch, die guten Dinge) gegründet und das Unternehmen 2008 an den Otto-Konzern verkauft, die Manufactum-Produktentwicklungsabteilung allerdings behalten. Daraus entwickelte sich in den vergangenen zehn Jahren ein international tätiger Hersteller einzigartiger Schaltersysteme aus Bakelit, Porzellan und Glas. „Unser bestes Marketing sind unsere Produkte“, sagte Thomas Hoof. Hier stecke viel eigenes Herzblut drin. Vor Ideenklau könne man sich allerdings nicht schützen. „Da müssen wir dann einfach besser sein“, erklärte der Unternehmer. Zur Gruppe gehören weiterhin eigene Wälder im Ruhrgebiet rund um den Holzhof Bottrop, das Naturbauhaus Hetfeld in Velbert, die Zeche Waltrop und das Gut Manhagen in Holstein.

Die Liebe zum Detail und zum nachhaltigen Wirtschaften zeigt sich auch im erst Anfang September neu bezogenen Verwaltungsgebäude in der Bahnhofsstraße. Harald Daub, Prokurist der Thomas-Hoof-Gruppe, bot den Stadtvertretern einen Rundgang. Das denkmalgeschützte Haus wurde nach strengen Vorgaben und mit viel Planung umgebaut. Dabei sollte der alte Charme des Gebäudes unbedingt erhalten bleiben. Die Möbel stammen aus dem Holz der eigenen Wälder.

„Von außen sieht es ja schon toll aus, aber was Sie hier drinnen geschaffen haben, ist wirklich hervorragend“, sagte Bürgermeister Borgmann. Alte Holzfußböden, hohe Fenster und selbst die Heizkörper konnten erhalten bleiben. Nun möchte sich die Thomas-Hoof-Gruppe der äußeren Umgestaltung widmen. In dem weitläufigen 7.000qm-Garten werden behutsam und versteckt Parkplätze entstehen. Der Rest des parkähnlichen Gartens mit seinen vom Katenbergbach gespeisten Wasserflächen wird u.a. mit Kopfweiden sehr naturnah und denkmalgerecht gestaltet. Daub betonte den „tollen Standortfaktor“ Lüdinghausens durch die Anbindung ans Glasfaser-Netz und die lebendige Innenstadt.

Für die zukünftige Entwicklung in Lüdinghausen wünschte Borgmann Thomas Hoof und seinen Mitarbeitern viel Erfolg und bedankte sich für die Besuchsmöglichkeit und den intensiven Gedankenaustausch.