Eine Stadt lebt von ihren Stadtteil-Gemeinschaften. Eine sehr lebendige in Lüdinghausen ist die Interessengemeinschaft Struck. Bürgermeister Richard Borgmann lud nun den ehemaligen Vorsitzenden Michael Oestermann und den neuen Vorsitzenden André Schlierkamp ins Rathaus ein.

Borgmann bedankte sich herzlich bei Oestermann für seinen enormen Einsatz für die Stadt. „Sie haben sich damals sehr dafür stark gemacht, dass wir das LH-Kennzeichen bekommen“, so Borgmann. „Die Identität Lüdinghausens und eine starke Heimatverbundenheit liegen Ihnen am Herzen.“ Dies bestätigte Oestermann mit einem Lächeln. „Ich arbeite sehr gerne in Münster, aber mein Leben findet hier statt“, betonte er.

André Schlierkamp betonte, dass Oestermann für ihn nach wie vor eine „wahnsinnige Unterstützung“ sei. Der Generationswechsel werde fließend vollzogen. Der Verein sei kein reiner Schützenverein. „Wir beschäftigen und ja auch mit anderen Themen und möchten besonders denjenigen Halt geben, die Hilfe gebrauchen können“, so Schlierkamp. Borgmann sagte, dass viele Menschen sich in unserer globalisierten Welt fragen, wo sie hingehören. Die  Struck-Gemeinschaft funktioniere wie ein Anker für diese Menschen.

Die Veränderungen in Lüdinghausen erleben Schlierkamp und Oestermann als sehr positiv. In den vergangenen Jahren habe sich unglaublich viel getan, egal, ob es den gastronomischen Bereich, die Stadtgestaltung oder die vielen neuen Kulturveranstaltungen betrifft. „Das gefällt mir alles sehr gut und ich höre zum Beispiel immer wieder von meinen Kollegen, dass sie gern nach Lüdinghausen kommen“, sagte Oestermann.

Als Herausforderung bezeichnete Schlierkamp, die jüngere Gruppe von 16 bis 40 Jahren für den Verein zu begeistern. Doch hier sei man auf einem guten Weg und spüre nach wie vor ein großes Interesse an den Aktivitäten. Borgmann wünschte ihm für diese Aufgabe viel Erfolg und betonte: „Die Stadt könnte niemals ausfüllen, was die vielen Ehrenamtlichen für uns leisten.“