Auf Einladung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur trafen sich am Dienstagvormittag im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen zahlreiche Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet zum Workshop „Nachhaltige Sicherung der Daseinsvorsorge und Mobilität in ländlichen Räumen“. In seiner Begrüßung erklärte Bürgermeister Richard Borgmann, dass die Stadt Lüdinghausen im Rahmen der Regionale 2016 gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld und weiteren Kommunen mehrere Projekte auf den Weg gebracht hat. „Nach dem Motto ,Alleine ist man nichts, gemeinsam ist man alles‘ haben wir Vieles gemeinsam erreicht, das die Region weit vorangebracht hat “, sagte Borgmann. „Ein Leuchtturmprojekt der Regionale ist mit Sicherheit die WasserBurgenWelt.“ Dank dieses Projekts werden immer mehr Besucher aus dem Umland zu einem Besuch der Region in und um Lüdinghausen angezogen. Dennoch gäbe es natürlich auch hier für die Zukunft in Bezug auf die demographische Entwicklung einiges zu beachten, um weiterhin gleichermaßen attraktiv für junge Familien und ältere Menschen zu sein. Wichtig sei es, zu überlegen, wie man Jugendliche in der Region halten kann. Hiermit schlug Borgmann einen Bogen zur Thematik des Workshops, der im Rahmen des Modellvorhabens „Dorfzentrum 2.0“ stattfindet. Die wesentliche Zielsetzung dieses Projektes liegt darin, übertragbare Lösungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge und Mobilität in kleinen unterversorgten Ortsteilen im Kreis Coesfeld zu erarbeiten und umzusetzen. Damit sollen die Attraktivität und „Überlebensfähigkeit“ der Ortsteile als lebendige Wohn-, Lebens- und Arbeitsorte – speziell auch für weniger mobile Einwohner – gesichert oder wieder hergestellt werden. Die Teilnehmer des Workshops widmen sich bis Mittwochmittag in Gruppendiskussionen, Vorträgen und Präsentationen dieser Thematik, um anschließend Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Auch ein Stadtrundgang und ein Besuch der Burg Vischering gehörten zum Programm.

Auf dem Bild sind zu sehen: Johann Kaether (Hochschule Neubrandenburg), Bürgermeister Richard Borgmann, Simone Thiesing (Kreis Coesfeld) und Dr. Bernd Rittmeier (Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur); von links.