Dieser Wunsch sei schon öfter von den Bürgerinnen und Bürgern in Drensteinfurt geäußert worden: Auch sie wollen das LH-Kennzeichen für ihre Stadt. Bei einem Pressegespräch am Donnerstagnachmittag erklärte Drensteinfurts Bürgermeister Carsten Grawunder, dass er diese „Herzensangelegenheit“ gern möglich machen würde.

Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Lüdinghausen und Selm, Richard Borgmann und Mario Löhr, hat er daher ein Schreiben an den Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, verfasst, indem sie den Kreis darum bitten, das LH-Kennzeichen als Wahlmöglichkeit auch für den Kreis Warendorf einzuführen. „So können wir mit wenig Aufwand viel Freude erzeugen“, sagte Grawunder.

In ihrem Schreiben weisen die Bürgermeister darauf hin, dass der Wunsch nach individuellen Nummernschildern nach Aussagen des ADAC Deutschland immer größer wird. „Obwohl wir in einer globalen Welt leben, ist die Heimatverbundenheit den Menschen nach wie vor sehr wichtig“, weiß Borgmann. „Besonders die Jugend hat sich über die Einführung des LH-Kennzeichens im Kreis Coesfeld gefreut. So wird es sicher auch in Drensteinfurt sein. Wir sollten den Herzensanliegen der Bürgerschaft entsprechen und ihnen keine Steine in den Weg legen.“

Während sich Anfang 2018 bereits 27.344 Halter im Kreis Coesfeld für das LH-Kennzeichen entschieden haben, sind hier aktuell sogar 33.844 Fahrzeuge mit einem LH-Kennzeichen zugelassen. Auf Halter der Stadt Lüdinghausen fallen 10.198 Fahrzeuge.

Seit dem 1. September kann auch im Kreis Unna das Kennzeichen „LH“ gewählt werden. Im April 2018 waren 2.088 Fahrzeuge mit dem LH-Kennzeichen zugelassen. Ein Jahr später waren es bereits 3.046. Die Fan-Gemeinde wächst also stetig an.

Löhr sagte, dass es ihm damals wichtig gewesen sei, auf den Wunsch der Selmer Bürgerschaft einzugehen. „Denn wo fängt Heimat an?“, sagte er. „Heimat beginnt vor Ort, in den Städten.“ Er freue sich darüber, dass den Menschen die Identifikation mit der Region so viel bedeutet.

In ihrem Schreiben betonen die Bürgermeister, dass es ihnen um eine weitere Wahlmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger geht. Dies würde eine größere Vielfalt und Individualität bedeuten und die bisherigen Wahlmöglichkeiten „WAF“ und „BE“ nicht eindämmen, sondern wunderbar ergänzen. Es sei lediglich eine weitere Entscheidungsmöglichkeit. Die Bürgermeister hoffen nun auf eine positive Antwort des Kreistags. Denn sie sind sicher, dass die Wahlmöglichkeit den Kreis Warendorf noch interessanter und beliebter machen würde, als er es heute bereits ist.