Bürgermeister Richard Borgmann, der Beigeordnete Matthias Kortendieck und Wirtschaftsförderer Stefan Geyer waren kürzlich zu einem Betriebsbesuch bei der Vedder GmbH zu Gast. Die Vedder GmbH beschreibt sich selbst als schlüsselfertigen Dienstleister für den gehobenen Innenausbau für Luxusyachten, Privatjets und Residenzen.

Die Stadtvertreter trafen sich mit den Geschäftsleitern Marc Koch und Markus Klaas zum Austausch. Dritter Geschäftsleiter ist Nicolas Held. Das Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in Lüdinghausen und in Wallersdorf in Bayern 408 Mitarbeiter. „Wir sind in den letzten beiden Jahren stets weiter gewachsen und haben 145 neue Mitarbeiter eingestellt“, sagte Marc Koch. Das Geschäft laufe derzeit so gut, dass für 2020 kaum noch Kapazitäten vorhanden sind.

Der Fachkräftemangel spielt auch bei der Vedder GmbH eine große Rolle. Von den guten Rahmenbedingungen, die Lüdinghausen bietet, ist die Vedder GmbH als Arbeitgeber überzeugt. „Lüdinghausen hat eine hervorragende Schullandschaft und ist gut an die Infrastruktur angebunden“, so Koch. Die weichen Standortfaktoren sind seiner Ansicht nach für Menschen, die einen Wohnortwechsel in Betracht ziehen, von immenser Bedeutung. „Da bekommen wir für Lüdinghausen großen Zuspruch“, sagte er.

Um auch für die Zukunft genügend Personal zu bekommen, arbeitet die Vedder GmbH mit Recruitern zusammen und steht in einem engen Austausch mit den Schulen vor Ort und mit Fachhochschulen. Gerne werden bereits in der Schulzeit Praktika angeboten, um die Schülerinnen und Schüler, ihre Fähigkeiten und Interessen schon frühzeitig kennenzulernen. Die Marke Vedder übe eine hohe Strahlkraft auf Bewerber aus. „Die Vedder GmbH ist in unserer Branche bekannt, nicht nur in Deutschland, sondern auch international“, betonte Klaas. Ausbildungen bietet das Unternehmen sowohl für Tischler als auch für den kaufmännischen Bereich und im Bereich Fachinformatik Systemintegration an.

„Unser Leitbild sagt aus, dass alle Mitarbeiter die vertikale Durchlässigkeit im Unternehmen für ihre eigene Karriere nutzen können“, erklärte Koch. Die Nähe zur Belegschaft und eine starke Identifikation mit dem Unternehmen seien wichtig. Nur so könne man die hohen Qualitätsstandards sicherstellen. „Es ist ein sehr spezielles Segment, in dem wir arbeiten dürfen und über das immer auch Emotionen vermittelt werden“, so Klaas. Aufgrund der hohen Erwartungshaltung der Kunden sei ein geschulter Blick des Personals extrem wichtig.

Die Vedder GmbH wurde 1891 in Dortmund gegründet und nach dem Ersten Weltkrieg nach Lüdinghausen verlagert. 2009 wurde das Unternehmen von der Depa Group übernommen. Durch die Betriebsstätte Wallersdorf in Niederbayern konnte sich die Vedder GmbH strategisch weiter entwickeln. Die Leistungen beider Standorte sind nun zu einer Einheit mit erheblich vergrößerter Kapazität und erweitertem Leistungsspektrum verschmolzen. Auch international ist das Unternehmen tätig. Im Jahr 2013 wurde eine Dependance in Barcelona errichtet. „Das standortübergreifende Denken wird immer wichtiger“, betonte Klaas. Außerdem nehmen die technischen Herausforderungen und die Komplexität immer weiter zu. „Von der Idee über die Konstruktion bis zur Montage müssen alle Schritte perfekt ineinander greifen“, sagte er. Dies sei das Qualitätsversprechen, für das das Unternehmen steht.

Bürgermeister Richard Borgmann zeigte sich beim Rundgang durch die Werkstätten beeindruckt von den Spezialanfertigungen und Innovationen des Unternehmens. Er dankte Koch und Klaas für die Besuchsmöglichkeit und betonte, dass man weiterhin im Austausch bleiben wolle.