Das Bürgerbüro in Lüdinghausen feiert heute sein 20-jähriges Bestehen. Für die Einwohner Lüdinghausens und Menschen aus der Region ist es oft die erste Anlaufstelle im Rathaus. Gleichzeitig dient es für viele als telefonische Zentrale der Verwaltung. „Das Bürgerbüro ist eines der wichtigsten Aushängeschilder unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. „Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und stets bemüht, unseren Service noch zu verbessern und auszubauen.“

Am 15. Juni 1998 wurde das Bürgerbüro eröffnet, damit die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt einen großen Teil ihrer Anliegen an zentraler Stelle im Rathaus erledigen können. Schon damals wurde daran gedacht, das Bürgerbüro an ebenerdiger Stelle unterzubringen, um für kurze Wege und bestmöglichen Service zu sorgen. Während die Dokumente vor zwanzig Jahren noch an der Schreibmaschine ausgestellt wurden, werden heute digitale Pads benutzt. Auf dem Pad unterschreibt der Bürger zum Beispiel für seinen neuen Personalausweis. Die unterschriebenen Dokumente werden dann direkt in einer elektronischen Akte gespeichert. „Das Bürgerbüro papierlos zu machen, ist ein weiterer Schritt zur Digitalisierung des Rathauses“, betont Borgmann.

Zu den Aufgaben des Bürgerbüros gehören unter anderem die An-, Ab- und Ummeldungen von Einwohnern, die Ausgabe von Parkberechtigungen und das Anfertigen von Pässen und Beglaubigungen. Viele denken jedoch oft gar nicht daran, dass das Büro noch für viele weitere Dinge zuständig ist. „Wir stellen hier auch Fischereischeine und Jagdscheinverlängerungen aus“ erklärt der Leiter des Bürgerbüros, Georg Bücker, „außerdem wissen viele Einwohner gar nicht, dass sie bei uns ein Führungszeugnis beantragen können und dafür nicht zur Polizei müssen.“ Auch das Fundbüro betreuen die Mitarbeiter. Täglich gibt es Anrufe, weil etwa jemand sein Portemonnaie verloren hat oder einen Regenschirm vermisst. Somit wird das Büro zu einem bürgernahen Dienstleistungsunternehmen.