Die getroffenen Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, verlangen derzeit allen Menschen unglaublich viel ab. Sie sind jedoch unbedingt notwendig, um unser Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten und ältere und kranke Menschen zu schützen. „Eine solche Herausforderung kannten wir bisher nicht“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. „Das Virus hat einen riesigen Einfluss auf unser Privatleben genommen. Alle sozialen Kontakte sollen weitestgehend reduziert werden.“

Jeder Einzelne sei nun gefordert und gebeten, dazu beizutragen, dass er sich selbst und andere nicht infiziert. „Trotz des körperlich einzuhaltenden Abstands ist es nun am wichtigsten, dass wir innerlich zusammenstehen“, erklärt das Lüdinghauser Stadtoberhaupt. „Es macht mich stolz, wenn ich davon höre, dass sich in Lüdinghausen bereits mehrere Initiativen gegründet haben, die alte und kranke Menschen und diejenigen, die unter Quarantäne stehen, unterstützen möchten. Das ist der Gemeinschaftssinn, den ich aus unserer Stadt kenne.“

Unsere Generation habe das Glück, in Deutschland in friedlichen und wirtschaftlich guten Zeiten aufgewachsen zu sein. Niemand wisse genau, was nun auf uns zukommt. „Dennoch bin ich mir sicher, dass wir mit der gebotenen Rücksicht und den notwendigen Einschränkungen diese Krise meistern werden“, so Borgmann.

Allen, die im Gesundheitswesen tätig sind, dankt er von ganzem Herzen für ihren persönlichen Einsatz und fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, ihnen den Rücken zu stärken. „Wenn Sie jemanden kennen, der im Gesundheitsbereich arbeitet, fragen sie die Person, ob Sie sie irgendwie unterstützen können“, schlägt er vor. „Oder sagen Sie ganz einfach ,Danke‘. Man wundert sich, welche Energie alleine das Wort ,Danke‘ erzeugen kann.“