Zu dem Artikel „Gilbeau: Kein Verständnis für Borgmann“ –  nimmt die Verwaltung der Stadt Lüdinghausen wie folgt Stellung:

Es ist richtig, dass der Landrat den Bürgermeister über die Idee des Kreises über die angedachte zukünftige Nutzung der Fläche der Astrid Lindgren Schule in Lüdinghausen im Frühjahr dieses Jahres in einem Gespräch persönlich informiert hat. Von Seiten der Verwaltung ist gegenüber dem Redakteur der Westfälischen Nachrichten auch nie behauptet worden, dass dies nur telefonisch erfolgt sei.

Das Gespräch mit dem Landrat hatte folgenden Verlauf:
Der Landrat hat dem Bürgermeister zwei Bebauungsvarianten über die zukünftige Nutzung der Fläche der Astrid Lindgren Schule am Nottengartenweg vorgestellt. Von Seiten des Bürgermeisters ist in dem Gespräch deutliches Unverständnis über das bisherige Vorgehen des Kreises signalisiert worden: Der Kreis Coesfeld gibt eine Schulentwicklungsplanung über die Förderschwerpunkte in Auftrag. Das beauftragte Gutachterbüro macht sich Gedanken über die zukünftige Entwicklung der Förderschwerpunkte unter ausdrücklicher Einbeziehung des Standortes Astrid Lindgren Schule im Kreis Coesfeld. Auch werden Gespräche mit den betroffenen Städten und Gemeinden geführt. Parallel zu der Schulentwicklungsplanung beauftragt der Kreis Coesfeld gleichzeitig die Wohnbau Westmünsterland mit einem Architekten die Fläche der Astrid Lindgren Schule zu verplanen, ohne vorab überhaupt Kontakt mit der Stadt Lüdinghausen aufgenommen zu haben. Konkret hat der Bürgermeister dem Landrat die Frage gestellt: „Warum gibt der Kreis Coesfeld noch eine Schulentwicklungsplanung noch auf dem Weg, die auch die jetzt vorhandene Astrid Lindgren Schule als möglichen Teilstandort oder als Verbundschule in die Prüfung mit einbeziehen soll, wenn parallel bereits eine Wohnbaulandentwicklung von Seiten des Kreises Coesfeld in Auftrag gegeben worden ist, wo das Ergebnis der Schulentwicklungsplanung noch nicht vorliegt und die politischen Gremien des Kreises nicht eingebunden waren, geschweige denn entschieden haben?"

Über das Vorgehen des Kreises kann die Stadt Lüdinghausen nur ihr Unverständnis und ihr Bedauern ausdrücken. Wenn der Kreisdirektor für die Aussage der Stadt Lüdinghausen kein Verständnis aufbringt, nimmt die Stadt Lüdinghausen auch dies mit Bedauern zur Kenntnis.