Das Ziel, eine halbstündige Taktung auf der Bahnstrecke Dortmund-Enschede zu erreichen, ist wieder ein Stück näher gerückt. Die Ergebnisse der Quick-Scan-Studie wurden kürzlich vorgestellt. Mithilfe der Studie wurde untersucht, welche Maßnahmen auf der Linie nötig und welche Alternativen möglich sind, um eine bessere Taktung zu erzielen.

Das Projekt wurde auf Initiative der Anliegerkommunen im Sommer 2018 gestartet. Ziel der Untersuchung war es, mögliche Verbesserungen des Angebots auf der Westmünsterland-Bahn aufzuzeigen. Fünf Varianten wurden erarbeitet, von denen die beste die meisten Angebotsverbesserungen und schnellere Fahrzeiten vorsieht. Für die Umsetzung ist auf der heute eingleisigen Strecke ein Infrastrukturausbau an mehreren Stellen erforderlich. Allerdings könnte man die halbstündige Taktung zwischen Dortmund und Coesfeld bereits in einer Vorstufe des Gesamtprojekts umsetzen.

„Von einer engeren Taktung profitieren sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Unternehmen und der Tourismus“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. Die Verbindung vom Münsterland in den Ballungsraum des Ruhrgebiets müsse dringend verbessert werden. Dies locke Besucher und Fachkräfte an und mache das Leben der Menschen vor Ort noch lebenswerter, indem sie bessere Anschlüsse nutzen können. „Nur wenn wir attraktive Angebote schaffen, können wir die Menschen dazu bewegen, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen“, betont das Lüdinghauser Stadtoberhaupt.

Borgmann bedankt sich gemeinsam mit den übrigen Anliegerkommunen beim Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM), dass er sich dieses wichtigen Themas angenommen und es mit nach oben auf die Agenda gesetzt habe. Es sei weiterhin das Ziel der Anliegerkommunen, eine halbstündige Taktung bis 2025 zu erreichen.