Bürgermeister Richard Borgmann setzt sich weiterhin für eine zukunftsorientierte Schulentwicklungsplanung auch auf Kreisebene ein. Diese sei das Gebot der Stunde.

So begrüßt er es außerordentlich, dass die Kreisverwaltung die ursprünglich angedachte Lösung, die durch die Aufgabe des Standortes der Astrid-Lindgren-Schule in Lüdinghausen entstanden ist, bei ihrem neuen Vorschlag, bezogen auf Schülerinnen und Schüler aus Nordkirchen und Olfen, der Kreispolitik gegenüber nicht weiter aufrecht erhält. Bei der ursprünglich angedachten Lösung sollte Kindern im Förderschulbereich eine Fahrzeit von deutlich mehr als einer Stunde tagtäglich zugemutet werden. Kinder aus Olfen und Nordkirchen, die im Bereich der Emotionalen-Sozialen Entwicklung einer besonderen Förderung bedürfen, haben nach nunmehrigem Vorschlag der Kreisverwaltung jetzt auch die Wahlmöglichkeit, die Förderschule des Kreises Unna in Selm besuchen zu können.

Positiver Effekt dieses neuen Vorschlags ist, dass die Kinder aus Nordkirchen und Olfen nunmehr weniger als eine halbe Stunde unterwegs sind, wenn sie die Förderschule in Selm besuchen wollen. Bedauerlich an dieser neuen Regelung ist aus Sicht der Stadt Lüdinghausen nur, dass Schülerinnen und Schülern aus der Gemeinde Ascheberg und der Stadt Lüdinghausen von diesem Angebot - nach Vorstellung der Kreisverwaltung - nach wie vor ausgeschlossen werden sollen.

Für Schülerinnen und Schüler aus Ascheberg und Lüdinghausen soll es bei der ursprünglich vorgeschlagenen Regelung bleiben, ihnen eine Fahrzeit von etwa einer Stunde tagtäglich in einem Kleinbus zuzumuten. „Dies ist gerade für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf kräftezehrend und unzumutbar“, bringt Borgmann sein Bedauern zum Ausdruck und wiederholt damit das, was andere Stadt- und Gemeinderäte auch in ihren Stellungnahmen zum Schulentwicklungsplan des Kreises deutlich formuliert und zum Ausdruck gebracht haben. „Dass die Kreisverwaltung dies auch so sehe, zeige doch die neu aufgezeigte Lösung für Schülerinnen und Schüler aus Nordkirchen und Olfen. Warum sollen Kinder  aus Ascheberg und Lüdinghausen von dieser neuen vorgeschlagenen Lösung ausgeschlossen werden? Gelte es doch, alle Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet gleich zu behandeln.“ Wie seine übrigen Bürgermeisterkollegen ist auch Borgmann der Meinung, dass es gelte, sich für das Wohlergehen jedes einzelnen Schülers einzusetzen und zu verwenden.

„Sollte der Kreistag dem Vorschlag der Kreisverwaltung folgen und den Ascheberger und Lüdinghauser Schülerinnen und Schülern eine Fahrzeit von etwa einer Stunde für die Zukunft zumuten wollen, gelte es, nach alternativen Möglichkeiten weiter zu suchen. Habe doch die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer vor Kurzem noch bei ihrem Besuch in Lüdinghausen die Bedeutung von Förderschulen für eine auf die Zukunft ausgerichtete Schulentwicklungsplanung eindrucksvoll unterstrichen und die tatkräftige Unterstützung des Landes zugesagt. Wörtlich hat sie nach einer Frage geantwortet: „Man müsse nur das Land fordern, dann sei vieles möglich.“ „Schade, dass der Kreis Coesfeld bislang von dieser Aufforderung keinen Gebrauch gemacht hat. Die Förderschulkinder im Kreis Coesfeld würden es ihm danken“, stellte Borgmann abschließend fest.