Acht Bilder schmücken nun die Wände eines frisch gestrichenen VHS-Kursraums in der Burg Lüdinghausen. Es sind allesamt Fotos, die die Foto-Kunst-Arbeitsgemeinschaft zum Thema „Wasser“ gemacht hat. Bei einer feierlichen Eröffnung wurden die Bilder kürzlich gemeinschaftlich aufgehängt.

Die Motive sind ganz unterschiedlicher Natur und zeigen viel Einfallsreichtum. Manche sind schwarz-weiß, andere bunt, auf einigen sind Tiere, Menschen oder Natur zu sehen. Auch in Lüdinghausen ist ein Bild aufgenommen worden, das den Dreiburgenbrunnen auf dem Marktplatz zeigt – ideal, um das Thema „Wasser“ zu versinnbildlichen. Ausgewählt wurden die Bilder von einer Jury, die die Arbeitsgemeinschaft selbst stellt. Schon seit einigen Jahren stellt die AG ihre Fotos im Lüdinghauser Krankenhaus aus. Auch im Franziskus-Hospital in Münster und in der osteopathischen Praxis „In guten Händen“ in der Mühlenstraße sind die Motive zu ausgewählten Themen regelmäßig für die Öffentlichkeit zu bestaunen. Bei jeder neuen Ausstellung entscheiden drei neu bestimmte Juroren über die besten Erzeugnisse.

Auch von Hubert Dieckmann ist diesmal ein Foto dabei. Er ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied der AG, die sich nach einem Volkshochschul-Kurs in Lüdinghausen gegründet hat und kontinuierlich gewachsen ist – von fünf Mitgliedern zu Beginn bis aktuell 30 Mitgliedern. Dieckmanns Foto zeigt ein Blatt, an dem sich ein Regentropfen abperlt. Braucht er lange, um ein solch schönes Motiv zu finden? „Dieses hat sich bei einem Ausflug der Gruppe ins Venner Moor spontan ergeben“, sagt er. „Oft geht es einfach darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.“

Alle drei bis vier Monate nehmen sich die Foto-Begeisterten ein neues Thema vor. Das nächste heißt „Naturlandschaften“. Die Bilder sollen möglichst ursprüngliche Landschaften zeigen. „Das ist gar nicht so einfach“, findet Hartmut Slomka. Seiner Ansicht nach ist die Qualität im Laufe der Zeit immer weiter gestiegen. „Und wir sind ehrlich zueinander – wenn ich ein Bild nicht gut finde, sage ich es ganz offen“, erklärt er. Nur so könne man sich verbessern. Und schließlich möchte jeder Fotograf schöne Bilder knipsen.

Melanie Schnaase freut sich sehr über die abwechslungsreichen Bilder an den weißen Wänden. „Das gibt dem Raum ein ganz besonderes Erscheinungsbild“, sagt die kommissarische Leiterin der VHS. Sie findet es toll, dass aus einem Kurs eine so lebendige und dauerhafte Gemeinschaft von Fotoliebhabern entstanden ist.

Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich jeweils am vierten Montag im Monat und bespricht die vorliegenden Fotografien. Treffpunkt ist die Tenne des Bauhauses von 19 bis 21 Uhr. Über neuen Zuwachs freut sich die Gruppe sehr und ist für alle Interessierten offen.