Mit großer Wertschätzung und Herzlichkeit gratuliert Bürgermeister Ansgar Mertens der Schriftstellerin und Journalistin Ruth Weiss zu ihrem 101. Geburtstag. Rechtzeitig zum 26. Juli ließ er ein eigens für sie angefertigtes Portrait des Lüdinghauser Künstlers Alfred Gockel an ihren derzeitigen Wohnort in Dänemark versenden.

„Ruth Weiss hat ihr Leben dem Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung gewidmet. Sie ist nicht nur eine wichtige Zeitzeugin, sondern auch ein Vorbild für Zivilcourage und Menschlichkeit“, betont Bürgermeister Ansgar Mertens. „Wir sind stolz über die tiefe Verbundenheit zu einer solch bedeutenden Persönlichkeit, die zeitweise in Lüdinghausen ihre Heimat gefunden hat.“

1924 wurde Ruth Weiss in Fürth als Kind jüdischer Eltern geboren. 1936 gelang es der Familie, nach Südafrika zu emigrieren, doch die Erfahrungen von Flucht, Rassismus und Ausgrenzung prägten sie zutiefst. Als engagierte Journalistin, Schriftstellerin und Zeitzeugin setzte sich Ruth Weiss zeitlebens unermüdlich gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung ein. Ihre Stimme mahnt besonders junge Menschen, die dunklen Kapitel deutscher Geschichte niemals zu vergessen. Ein zentrales Leitmotiv ihres Wirkens ist ihre eindringliche Botschaft: „Alle Menschen sind gleich.“

Als Zeichen der Anerkennung für ihr Lebenswerk plant die Stadtverwaltung derzeit die Errichtung eines Ruth-Weiss-Platzes zwischen dem Telgengarten und der B235 – direkt vor der Polizeiwache.