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Globale Strategien
Klimaschutz ist ein weltweites Thema und ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Entwicklung, für die sich die Vereinten Nationen im Rahmen von 17 Zielen einsetzt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Pariser Klimaabkommen von 2015, das mit dem Ziel die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen, von 195 Staaten unterzeichnet und ratifiziert wurde (Stand: Januar 2025).
Übergeordnete Ebenen wie die internationale Gemeinschaft, die Europäische Union, die Bundesregierung und die Bundesländer legen Gesetze, Strategien, finanzielle Mittel und Ziele für den kommunalen Klimaschutz fest. Kommunen, wie Lüdinghausen, setzen diese Vorgaben vor Ort um und arbeiten dabei in (regionalen) Netzwerken, wie dem KlimaNetz Kreis Coesfeld oder in Kampagnen wie „Münsterland ist Klimaland“ zusammen.
Integriertes Klimaschutzkonzept
Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Lüdinghausen wurde im Jahr 2019/2020 erstellt; im Dezember 2020 wurde im Stadtrat ein Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Konzeptes gefasst. Das Klimaschutzkonzept widmet sich dem Thema des Klimaschutzes in einem ganzheitlichen Ansatz und stellt eine Entscheidungs- und Planungshilfe der zukünftigen Klimaschutzaktivitäten in der Stadt Lüdinghausen dar. Auf Grundlage der relevanten Handlungsfelder und ausgehend von den bisherigen Aktivitäten zum Klimaschutz in Lüdinghausen sowie den Klimaschutzaktivitäten des Kreises Coesfeld wurde ein umsetzungsfähiges Maßnahmenprogramm erarbeitet.
Das vollständige Konzept können Sie hier abrufen: Klimaschutzkonzept Lüdinghausen
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (vormals Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Lüdinghausen wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, vertreten durch den Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft, gefördert.
Angaben zum Projekt:
Anschlussvorhaben
Förderzeitraum des Anschlussvorhabens: 01.12.2024 - 30.11.2026
Förderkennzeichen: 67K16629-1
Erstvorhaben
Förderzeitraum des Erstvovrhabens: 01.07.2021 - 30.11.2024
Förderkennzeichen: 67K16629
Klimakonsens 2032
Die Stadt Lüdinghausen hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2032 möchte sie bilanziell klimaneutral sein. Dieser Beschluss wurde in der Ratssitzung vom 15. Juni 2023 gefasst. Der Konsens wurde in Abstimmung zwischen Stadtverwaltung, Landwirtschaft, Stadtgesellschaft und Politik erarbeitet.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Konsens 2032.
Kommunale Wärmeplanung
Die Reduktion von Treibhausgasemissionen im Wärmesektor ist für die Klimaneutralität unerlässlich. Mit der kommunalen Wärmeplanung wurde bundesweit ein Instrument geschaffen, das eine Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien abbilden kann. Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern sind durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) dazu verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung bis zum 30.06.2028 zu erstellen.
Die kommunale Wärmeplanung ist eine datengestützte, fachlich fundierte Einschätzung für eine wirtschaftliche und fossilfreie Wärmeversorgung der Zukunft. Sie bildet weder eine Garantie für das Entstehen von Wärmenetzgebieten, noch können aus ihr gebäudescharfe Informationen abgeleitet werden. Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Lüdinghausen wurde durch die Gertec GmbH aus Essen erstellt.
Die kommunale Wärmeplanung für die Stadt Lüdinghausen wurde am 09.10.2025 vom Stadtrat beschlossen. Wichtig ist dabei, dass die Fertigstellung und der Beschluss der kommunalen Wärmeplanung keine rechtlich verbindlichen Vorgaben zur Folge haben.
Die wichtigsten Informationen für Hausbesitzer und Interessierte wurden in Kapitel 15 des Endberichts zur kommunalen Wärmeplanung zusammengetragen.
Endbericht zur kommunalen Wärmeplanung
Durch die Fertigstellung der kommunalen Wärmeplanung möchte die Stadt Lüdinghausen insbesondere Hausbesitzern schon frühzeitig eine bessere Orientierung ermöglichen. Bürgerinnen und Bürger können sich als Ideen- oder Vorhabenträger gemeinschaftlicher Wärmeversorgungen jederzeit an die Stadt Lüdinghausen wenden, um sich über aktuelle Planungen und Informationen auszutauschen.
Unterstützungsangebote zu den Themen Sanierung, Wärmepumpe, Photovoltaik, Speichersysteme, Wallboxen befinden sich in der Rubrik „Beratung und Unterstützung“. Möglichkeiten zum eigenen Investment in erneuerbare Energien in Lüdinghausen oder für persönliches Engagement im Klimaschutz können in der Rubrik „Bürgerlicher Klimaschutz“ eingesehen werden.
Eine allgemeine Zusammenfassung zur kommunalen Wärmeplanung bietet ein Film der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate: zum Film


