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Fairtrade Stadt Lüdinghausen
Die Stadt Lüdinghausen ist seit dem 20. März 2023 zertifizierte Fairtrade Stadt. Im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne ist Lüdinghausen damit die 827. Fairtrade Stadt in Deutschland und die 171. Fairtrade-Stadt in NRW. In dieser Gemeinschaft möchte die Stadt Lüdinghausen ihren Beitrag für faire und nachhaltige Wertschöpfungsketten leisten. Um auch weiterhin als Fairtrade Stadt ausgezeichnet zu werden, setzt sich Lüdinghausen dafür ein, das Thema Fairtrade in der Stadt voranzutreiben und bekannt zu machen. Wir begrüßen es, wenn Unternehmen den Fairtrade-Gedanken mittragen und Faitrade-Produkte anbieten.
Eine Fairtrade-Steuerungsgruppe agiert als eigenständige Gruppe vor Ort und setzt sich aus Akteuren der Politik, der Wirtschaft und interessierten Privatleuten zusammen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten zum fairen Handel in Lüdinghausen voranzutreiben.
Wenn Sie selbst Fairtrade-Produkte vertreiben, sich für den Fairen Handel vor Ort engagieren möchten oder Fragen zum Thema Fairtrade haben, wenden Sie sich bitte an unseren Klimaschutzmanager Herrn Forner. Wir freuen uns auf Sie!
Was ist Fairetrade?
Der Faire Handel, der durch Fairtrade Deutschland e.V. vorangetrieben wird, bewirkt gleich mehrere positive Effekte, zu denen auch das Engagement in Lüdinghausen ein großen Beitrag leisten kann.
Ein Kernprinzip des Fairtrade-Gedankens ist die faire Entlohnung von Produzenten in ihren Herkunftsländern. Durch einen garantierten Festpreis für ihre Produkte erhalten die Produzenten ein verlässliches Einkommen und müssen bei Marktpreisschwankungen nicht um ihre Existenz bangen. Liegt der Marktpreis höher als der garantierte Festpreis, erhalten die Produzenten den Marktpreis.
Ein weiterer Punkt ist der demokratische Prozess hinter Fairtrade-International. Produzenten sind mit 50 % Stimmanteil vertreten und werden in alle wichtigen Entscheidungen des internationalen Komitees eingebunden. Auf Plantagen werden Gewerkschaften gegründet, um die Arbeitsverhältnisse und das Sozialgefüge vor Ort zu verbessern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Gleichberechtigung von Frauen, dem Ausschluss von Kinderarbeit, sowie einem grundsätzlichen Diskriminierungsverbot.
Darüber hinaus erhalten Produzenten Zugang zu Schulungen und Unterstützung, um ihre Anbauflächen ökologisch nachhaltig zu bewirtschaften. Auch dies trägt langfristig zum Erhalt von Ackerland bei, das durch die Klimaänderungen immer schwerer zu bewirtschaften ist. Durch den Verzicht auf Pestizide, gentechnisch verändertes Saatgut und die Förderung des Bio-Anbaus, werden natürliche Ressourcen geschützt und unbelastete Produkte in den Handel gebracht. Für Bio-Produkte erhalten Produzenten zudem eine bessere Vergütung.
Die Einhaltung der Fairtrade-Standards werden regelmäßig kontrolliert. Fairtrade prüft auch den Waren- und Geldfluss, sodass eine maximale Transparenz entlang der Wertschöpfungskette entsteht.
All diese Faktoren helfen dabei, klimavulnerable Regionen in Lateinamerika, Asien, Afrika zu stärken, damit sich die Menschen vor Ort langfristig eine lebenswerte Existenz aufbauen können. Dies stärkt die Umwelt und beugt klimabedingten Krisen vor. Daher kann dieser Ansatz auch dazu beitragen, Flüchtlingsströme nach Europa zu reduzieren und bietet eine demokratische Stabilität zwischen internationalen Handelspartnern.

