Der Eichenprozessionsspinner ist Teil unserer heimischen Natur und tritt typischerweise zwischen Mai und Juli auf. Ab dem dritten Raupenstadium tragen die Tiere feine Brennhaare, die bei manchen Menschen Reizungen auslösen können. In den letzten Jahren ist das Aufkommen des Eichenprozessionsspinners erfreulicherweise deutlich zurückgegangen. Während 2022 noch 235 Nester entfernt werden mussten, waren es im letzten Jahr nur noch 32.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Die Stadt setzt auf die Unterstützung natürlicher Fressfeinde wie Meisen und der kurzfristigen Beseitigung bekannter Nester. Auch wird bewusst auf den Einsatz von Bioziden verzichtet. Stattdessen erfolgt die Bekämpfung der Nester auf städtischen Flächen mechanisch – mittels Heißwasserverfahren oder händischem Absaugen durch eine Fachfirma. Dank der guten Übersicht über die städtischen Eichen können zudem potenziell befallende Bäume schnell erkannt werden.

Auch Bürgerinnen und Bürger können aktiv zum Schutz beitragen: Durch das Anbringen von Nistkästen auf privaten Grundstücken wird die Ansiedlung natürlicher Gegenspieler gefördert. Außerdem können Fundstellen auf öffentlicher Fläche unkompliziert über den Mängelmelder im Beteiligungsportal der Stadt Lüdinghausen gemeldet werden. So kann das Aufkommen auch zukünftig effektiv und umweltfreundlich eingedämmt werden.

Bitte beachten Sie: Für die Entfernung von Nestern in Bäumen privater Gärten steht der Eigentümer oder die Eigentümerin selber in der Verantwortung. Bei der Entscheidung für eine Entfernung, sollte diese allerdings durch eine Fachfirma erfolgen.