Am Mittwoch fand das 1. Gesundheitsforum Münsterland in der Burg Lüdinghausen statt. Zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich über die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im Gesundheitswesen zu informieren und gemeinsam zu diskutieren.
Die Veranstaltung wurde durch Grußworte von Bürgermeister Ansgar Mertens und des Landrats Dr. Christian Schulze Pellengahr eröffnet, die die Bedeutung der Gesundheitsversorgung im Münsterland unterstrichen. Unter der Moderation von Prof. Dr. Peter Wigge referierten überörtliche Experten für die rund 150 Gäste über aktuelle Reformvorhaben des Landes NRW, Strategien und Perspektiven für eine zukunftsfähige als auch eine hausärztliche Versorgung im Münsterland sowie über die Aufgaben und Ziele der Krankenkassen im Bereich der regionalen Gesundheitsversorgung. Neben Sicherstellungsmöglichkeiten für eine flächendeckende ambulante Versorgung durch die Kassenärztliche Vereinigungen wurden auch Strategien und Planungen der St. Franziskus-Stiftung zum Thema „Krankenhäuser als Bindeglied für eine integrierte und sektorenübergreifende Versorgung“ erläutert. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einen regen Austausch zu treten und wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Prof. Dr. Stollmann, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hält fest, dass die Sicherstellung der medizinischen Versorgung eine Dauerbaustelle einer nachhaltigen Gesundheitspolitik bleibt. Förderprogramme zur Hausarztansiedlung im Rahmen der Primärversorgung über die Frau Dr. Kathleen Spring (Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V.) berichtete, sind hierbei nur eine Maßnahme von vielen.
Die Sicherstellung des ärztlichen Nachwuchses wurde gleich in mehreren Impulsvorträgen thematisiert und zeigt, wie wichtig es ist, die Selbstständigkeit eines „Landarztes“ möglichst attraktiv zu gestalten. Als alternative Organisationsmöglichkeit im hausärztlichen Bereich wurden mehrere Lösungsansätze aufgezeigt: Da Patienten heute weniger an einen festen Arzt gebunden seien, könnten „Medizinische Versorgungszentren“ die gesundheitliche Versorgung sicherstellen oder aber könnte eine digitale oder telefonische Beratung und Diagnostik unterstützend sein.
Bürgermeister Ansgar Mertens ist sehr erfreut über die positive Resonanz zum 1. Gesundheitsforum: „Wir müssen deutlich machen, was uns bei der Gesundheitsversorgung im Münsterland wichtig ist und gemeinsam an Lösungswegen arbeiten, die uns allen zu Gute kommen.“ Das Gesundheitsforum Münsterland soll künftig in dieser Form im zweijährigen Rhythmus stattfinden, um den Dialog über die Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitsversorgung fortzusetzen.
Alle Referenten und die Veranstaltungsthemen zur Veranstaltung sind auf www.gesundheitsstadt.net einsehbar.

