Einen besonderen Besuch erhielt kürzlich die PingPongParkinson-Gruppe Lüdinghausen: Die Ehrenamtsbeauftragte Dagmar Stein informierte sich vor Ort über das außergewöhnliche Sportangebot für Menschen mit Parkinson. Initiator Andreas Garnhartner, selbst von der Krankheit betroffen, hatte die Gruppe im vergangenen Jahr mit Unterstützung von Stefan Ruprecht, Leiter der Tischtennisabteilung bei Union Lüdinghausen, ins Leben gerufen und damit einen wichtigen Impuls für Sport, Gemeinschaft und Lebensqualität gegeben.
Jeden Donnerstag um 18 Uhr treffen sich derzeit rund zehn Spielerinnen und Spieler in der Dreifachsporthalle an der Tüllinghofer Straße, um gemeinsam Tischtennis zu spielen. Tischtennis ist für die Gruppe mehr als ein Zeitvertreib: Studien zeigen, dass Tischtennis nicht nur unbedenklich für Menschen mit Parkinson ist, sondern den Krankheitsverlauf sogar verlangsamen kann. "Wir möchten allen Betroffenen einen niederschwelligen Zugang zu dem uns wohltuenden Hallensport geben“, erklärt Andreas Garnhartner. „Also einfach mal reinschnuppern und mitspielen - ganz egal, ob mit Vorerfahrung oder ohne.“
Die Lüdinghauser Gruppe ist Teil eines bundesweiten Netzwerks: Mehr als 260 PingPongParkinson-Stützpunkte wurden in den letzten Jahren gegründet. Lokale Initiatoren wie Andreas Garnhartner gründen die Gruppen meist selbst. Sie engagieren sich ehrenamtlich, um regelmäßige Trainings anzubieten, Hallenzeiten zu organisieren, neue Mitglieder zu gewinnen und die Gruppe am Laufen zu halten. Unterstützt wird er dabei von der Tischtennisabteilung des SC Union Lüdinghausen, die nicht nur Hallenzeiten und Material bereitstellt, sondern auch durch das aktive Mitwirken erfahrener Spielerinnen und Spieler zum Gelingen beiträgt.
Die Ehrenamtsbeauftragte Dagmar Stein zeigte sich beim Besuch beeindruckt. „Solche Initiativen zeigen, was Ehrenamt leisten kann: Gemeinschaft schaffen, Mut machen und Lebensfreude fördern.“ Das Projekt wurde gemeinsam mit der Tischtennisabteilung des SC Union Lüdinghausen 08 auf den Weg gebracht und ist inzwischen ein fester Bestandteil des Vereinslebens – ein Vorbild für gelungene Inklusion und bürgerschaftliches Engagement.

