Zwischen der Olfener Straße und der Seppenrader Straße wurde nun offiziell der Ruth-Weiss-Platz eröffnet. Mit dem Platz ist ein Ort des Erinnerns und der Begegnung entstanden, der das Wirken der Schriftstellerin, Journalistin und Zeitzeugin Ruth Weiss würdigt.
Zur Eröffnung waren neben Bürgermeister Ansgar Mertens einige geladene Gäste, darunter Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, politische Vertreter, Förderer und Weggefährten von Ruth Weiss sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, zusammengekommen.
„Mit dem Ruth-Weiss-Platz schaffen wir einen Ort, der an das Leben und Wirken von Ruth Weiss erinnert und ihre Botschaft ‚Alle Menschen sind gleich‘ sichtbar macht“, betont Bürgermeister Ansgar Mertens. „Hier sollen Menschen zusammenkommen, sich austauschen und dazu beitragen, dass Erinnerung und Verantwortung auch in Zukunft ihren Platz in unserer Gesellschaft haben.“
Die Bauarbeiten für das Projekt hatten im Februar begonnen und wurden vor einigen Wochen abgeschlossen. Die Neugestaltung der Fläche vor der Polizeiwache verbindet die Themen Flucht, Vertreibung, Frieden und Freiheit. Ein zentraler Bestandteil des Ruth-Weiss-Platzes sind drei vom Künstler Alfred Gockel geschaffene Skulpturen. Sie stehen sinnbildlich für drei vertriebene Menschen. Ergänzt wird das Ensemble durch erhaltene Mauerreste aus Berlin, die als historisches Mahnmal in das Gesamtkonzept integriert wurden. Informationstafeln, Sitzgelegenheiten und eine von Schülerinnen und Schülern gestaltete Kreativwand vervollständigen den Platz.
Die Umsetzung des Projektes wurde durch das große Engagement zahlreicher Förderer, Weggefährten von Ruth Weiss und politischer Beteiligter ermöglicht. Auch die Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden e. V. brachte sich eng in das Vorhaben ein und unterstützte die Realisierung, unter anderem durch die Umsetzung einer Spendertafel für die Mauerstücke und die Gestaltung der Kreativwand.
„Die Planungen für den Platz hatten bereits zu Lebzeiten von Ruth Weiss begonnen“, erklärt Bürgermeister Mertens. Ruth Weiss, die im September 2025 verstorben ist, wurde in die Überlegungen einbezogen und begleitete den Prozess mit großem Interesse. „Ich danke allen Beteiligten, die mit ihren Ideen und ihrem Engagement zur Umsetzung des Projektes beigetragen haben.“



