Bürgermeister Ansgar Mertens bringt den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2026 ein. Der Entwurf steht unter dem Leitgedanken, trotz weiterhin angespannter finanzieller Rahmenbedingungen verantwortungsvoll zu handeln und zugleich gezielt in die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu investieren. „Der Haushaltsplan ist mehr als eine Aufstellung von Zahlen. Dieser Haushalt ist eine Standortbestimmung, eine Richtungsentscheidung und eine Verantwortungserklärung“, so Mertens.

Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Sicherheit

Für 2026 plant die Stadt Investitionen von knapp 24,3 Millionen Euro. Darunter befinden sich zahlreiche Maßnahmen, die notwendig sind, um Lüdinghausen und Seppenrade langfristig funktionsfähig zu halten. Zu den größten Investitionsvorhaben zählen der Ausbau der Kastanienallee sowie der Endausbau des angrenzenden Baugebiets Kastanienallee Nordwest, die Erweiterung der Ostwallschule und der Marienschule, die Sanierung des Baumschulenwegs sowie die fortlaufende Umstrukturierung der Sekundarschule.
Eine weitere Investition erfolgt beispielsweise im Bereich der öffentlichen Sicherheit. „Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Feuerwehr in Seppenrade zahlt nicht nur auf die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger ein, sondern ist zugleich ein klares Bekenntnis zur Feuerwehr und zum Ehrenamt“, merkt Bürgermeister Mertens in seiner Haushaltsrede an.

Solide Haushaltslage trotz struktureller Belastungen

Der Haushaltsplanentwurf weist für das kommende Jahr ein Defizit in Höhe von 1,94 Millionen Euro aus. Gleichwohl bewegt sich Lüdinghausen angesichts der bundesweit dramatischen Finanzlage der Kommunen weiterhin vergleichsweise stabil. Ursächlich hierfür sind unter anderem die gestiegenen Schlüsselzuweisungen sowie die gesunkene Jugendamtsumlage. Zudem fallen die geplanten Steuereinnahmen mit insgesamt fast 45 Millionen Euro höher aus als im Vorjahr. Insbesondere die Gewerbesteuer sowie eine höherer Anteil an der Einkommensteuer tragen zu dieser Entwicklung bei.

Ein Spagat zwischen begrenzten Mitteln und Zukunftsgestaltung

Der Haushaltsplanentwurf sieht vor, die Aufwendungen auf insgesamt 79.462.800 Euro zu begrenzen. Eine nur geringe Steigerung gegenüber dem Vorjahr, die nur durch eine weiterhin zurückhaltende Personalplanung, eine strikte Ausgabendisziplin sowie eine konsequente Priorisierung der Maßnahmen möglich ist.

Kämmerer Armin Heitkamp hebt hervor, dass ein Haushalt zwar mit Vorsicht geplant werden müsse, positive Entwicklungen in den kommunalen Gestaltungsbereichen jedoch nicht verhindern dürfe: „Ein Spagat zwischen begrenzten Mitteln einerseits und Zukunftsentwicklung andererseits.“

Mit der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs beginnen nun die politischen Beratungen. Bürgermeister Mertens unterstreicht abschließend: „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht klare Entscheidungen und einen verlässlichen Kurs. Mit diesem Haushaltsentwurf stellen wir uns dieser Verantwortung und blicken mit Respekt und der Überzeugung, dass wir gemeinsam gute Entscheidungen treffen, nach vorne.“