Bürgermeister Mertens lädt jährlich alle Neubürgerinnen und Neubürger zu einer gemeinsamen Aktivität ein, um gemeinsam die Stadt noch besser kennenzulernen und miteinander in den Austausch zu gelangen.

In der letzten Woche waren alle Neubürgerinnen und Neubürger zu einer Stadtführung mit dem Nachtwächter Christoph Davids eingeladen. Knapp 30 Bürgerinnen und Bürger machten sich zusammen mit Bürgermeister Ansgar Mertens auf den Weg und tauchten immer mal wieder in die Geschichten ein, die bereits vor vielen Jahren in der Lüdinghauser Innenstadt geschrieben wurden.

Vom Rathausvorplatz ging es zunächst zum Spökenkieker an der Borgmühle, der die Gabe hatte, in die Zukunft zu sehen und auch den letzten Stadtbrand 1832 vorhersagte. Anschließend wurde die Bedeutung der neun Bronzetafeln auf dem Marktbrunnen erläutert und Bürgermeister Mertens gab auf der Kleinen Münsterstraße einen Einblick in die langjährige Umgestaltung der Innenstadt, die durch die aktuellen Arbeiten am Nysa-Platz bald abgeschlossen werden kann.

„Hier stehen wir nun vor einer ehemaligen Synagoge“, erzählt der mit Horn und Laterne ausgestattete Nachtwächter vor dem Mahnmal auf der Hermannstraße. Das Mahnmal erin-nert an die zur Zeit des Nationalsozialismus nahezu ausgelöschte jüdische Gemeinde. Weiter ging es über den Steverwall bis hin zur Burg Lüdinghausen. Dort fand die Veranstaltung ihren Abschluss in den Räumlichkeiten der Marinekameradschaft, wo die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, den Rundgang in geselliger Atmosphäre ausklingen zu lassen.