Auf Einladung von Bürgermeister Ansgar Mertens war Schulministerin Dorothee Feller kürzlich zu Gast im Lüdinghauser Rathaus. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das Anmeldeverfahren an den weiterführenden Schulen. Bürgermeister Ansgar Mertens und Beigeordneter Achim Helbert schilderten der Ministerin die besondere Anmeldesituation an der Sekundarschule zum Schuljahr 2026/27 und erläuterten die daraus entstandenen Herausforderungen für die betroffenen Familien.

Im Gespräch mit der Ministerin machte die Verwaltungsspitze deutlich, dass die Erfahrungen aus dem diesjährigen Verfahren bei der Vorbereitung der kommenden Anmeldeverfahren berücksichtigt werden sollten. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere eine frühzeitige und verlässliche regionale Abstimmung von Schulbedarfen und Kapazitäten sowie die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten Schulträger bei unerwartet hohen Anmeldezahlen haben. Auch die Erreichbarkeit alternativer Schulangebote und Fragen der Schülerbeförderung wurden thematisiert.

„Unser Anspruch als Schulträger ist es, Familien ein starkes, verlässliches und möglichst wohnortnahes Bildungsangebot zu machen“, betont Bürgermeister Ansgar Mertens. „In diesem Jahr haben wir erlebt, wie schwierig die Situation für Familien werden kann, wenn die Nachfrage an einer Schule unerwartet deutlich über den vorhandenen Kapazitäten liegt. Für solche Situationen brauchen Schulträger frühzeitig Klarheit und rechtssichere Handlungsmöglichkeiten.“

Beigeordneter Achim Helbert ergänzt: „Das diesjährige Verfahren hat gezeigt, wie wichtig es ist, Nachfrage und vorhandene Kapazitäten nicht allein innerhalb einzelner Stadt- und Gemeindegrenzen zu betrachten. Wir wollen deshalb die regionale Abstimmung weiter intensivieren. Eltern brauchen möglichst früh Klarheit darüber, welche schulischen Möglichkeiten für ihre Kinder bestehen und wie eine zumutbare Erreichbarkeit sichergestellt werden kann.“

Schulministerin Dorothee Feller zeigte Verständnis für die von der Stadt geschilderte Situation. Sie sagte zu, die Erfahrungen aus Lüdinghausen in die weiteren Überlegungen einzubeziehen und prüfen zu lassen, welche Möglichkeiten bestehen, um Schulträger bei vergleichbaren Konstellationen zu unterstützen. Ziel müsse es sein, gemeinsam mit Schulaufsicht, Schulträgern und Schulen frühzeitig tragfähige Lösungen zu entwickeln.

„Mir war wichtig, dass wir die Situation nicht nur rückblickend betrachten“, so Mertens abschließend. „Wir können das diesjährige Verfahren nicht mehr verändern. Aber wir können daraus lernen und gemeinsam daran arbeiten, dass Familien, Schulen und Schulträger bei künftigen Anmeldeverfahren früher Klarheit haben. Ich bin der Ministerin dankbar, dass sie sich die Zeit genommen hat, die Situation vor Ort mit uns ausführlich zu besprechen.“