Die Stadt Lüdinghausen nimmt die zunehmenden Sorgen vieler Eltern zur Betreuungssituation in den Kindertageseinrichtungen in Lüdinghausen und Seppenrade sehr ernst. Nachdem sich die Elternbeiräte des Kindertagesstättenverbundes St. Felizitas im März an Bürgermeister Ansgar Mertens gewandt hatten, sucht die Stadtverwaltung nun den direkten Austausch mit dem nordrhein-westfälischen Familienministerium.
„Wir können die Sorgen der Eltern nachvollziehen“, betont Bürgermeister Ansgar Mertens. Gemeinsam mit dem Beigeordneten Achim Helbert wird er die Anliegen der Familien bei einem Gespräch im Familienministerium vortragen. „Den Verantwortlichen muss bewusst sein, wie wichtig stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Kindertageseinrichtungen sind und welche Herausforderungen vor Ort bereits heute bestehen.“
Bereits im März 2026 hatte Bürgermeister Mertens in einem Schreiben an das Landesministerium die Bedenken der Eltern aufgegriffen und gefordert, diese in die parlamentarischen Beratungen einzubringen. Ziel müsse es sein, das System der frühkindlichen Bildung mit seinen unterschiedlichen Trägern und allen Mitarbeitenden im Sinne der Kinder langfristig zu stärken.
Auf Initiative der Stadt Lüdinghausen wurde inzwischen ein persönlicher Gesprächstermin im Familienministerium vereinbart. Bürgermeister Mertens und Beigeordneter Helbert werden dort die Anliegen der Elternbeiräte erneut deutlich machen und auf die strukturellen Herausforderungen hinweisen, die nicht nur in Lüdinghausen, sondern landesweit spürbar sind.
„Wir unterstützen die Ziele der Reform des Kinderbildungsgesetzes, insbesondere im Hinblick auf mehr Verlässlichkeit, eine bessere Personalausstattung und eine realitätsgerechte Finanzierung“, erklärt Beigeordneter Achim Helbert.
„Als Kommune haben wir jedoch keinen Einfluss auf die Gesetzgebung“, ergänzt Bürgermeister Mertens. „Die strukturelle Ausgestaltung der frühkindlichen Bildung liegt vollständig in der Verantwortung des Landes Nordrhein-Westfalen.“ Die Kommunen können die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht verändern, sind jedoch unmittelbar von deren Auswir-kungen betroffen.

