Die Stadt Lüdinghausen will zwei große Potenzialflächen am Hüwel entwickeln und hat dazu jetzt die Weichen gestellt: Mit der Eigentümerfamilie Sbresny wurde Einigkeit über den Kauf einer ca. 36.000 m² großen Fläche der ehemaligen Ziegelei Pilgrim hergestellt, zudem kauft die Stadt eine gegenüberliegende 8.000 m² große Gewerbefläche, um dort Wohnraum zu entwickeln.
„Mit dem Erwerb der Flächen des ehemaligen Ziegeleigeländes stellen wir die Weichen für ein zukunftsweisendes, urbanes Quartier“, so Bürgermeister Ansgar Mertens. „Unser Ziel ist es, Wohnen, Arbeiten und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden und den Hüwel als Verbindung zwischen Lüdinghausen und Seppenrade zu stärken. Deshalb passte es gut, dass wir auch eine benachbarte Fläche gegenüberliegend an der Seppenrader Straße kaufen konnten.“
Mit dem Kauf wird ein lang gehegter politischer Wunsch Realität: In der Vergangenheit standen Bedenken über mögliche Altlasten im Fokus einer Entwicklung der Pilgrim-Fläche, die nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Grundlage diverser Bodenuntersuchungen ausgeräumt und geklärt werden konnten.
Geplant ist nun die Ansiedlung von kleineren Gewerbeflächen sowie die Schaffung von ca. 100 Wohneinheiten in allen nachgefragten Formen. Parallel dazu ist ein weiteres Projekt in der Vorbereitung. „Wir planen eine an die Entwicklungsfläche angrenzende Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, die das Quartier mit erneuerbarem Strom versorgen soll“, erklärt Calle Husken als Aufsichtsratsvorsitzender der LH-Bürgerenergie eG. „Dieses Projekt ist zukunftsweisend und stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern liefert unmittelbare Wertschöpfung vor Ort.“ Der entsprechende Flächennutzungsvertrag ist bereits mit der Familie Sbresny abgeschlossen worden. Fördermittel aus dem Bürgerenergiefonds.NRW zur Finanzierung der Planungskosten sind auch schon bewilligt worden.
„Wir sind hier in unmittelbarer Nähe aufgewachsen und verbinden viele persönliche Erinnerungen mit dem Gelände“, erzählt Dietrich Sbresny. „Ich freue mich daher, dass die Stadt die Verantwortung übernimmt und eine adäquate Entwicklung auf dem ehemaligen Ziegeleigelände vorsieht.“
Auf der ebenfalls erworbenen rund 8.000 m² großen Fläche gegenüber dem sog. Pilgrim Gelände möchte die Stadt Lüdinghausen ca. 40 bis 50 Wohnungen unter dem Stichwort „Wohnen am Kanal“ schaffen. Die letztendliche Entscheidung über beide Projekte treffen die politischen Gremien im nächsten Sitzungsdurchlauf.

