Wie der Kreis Coesfeld in seiner Pressemitteilung vom 10.02.2025 berichtet, ist es nun nach Jahren der Planung und intensiver Gespräche offiziell: Die Veloroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals wird kommen. Die Fördermittel aus Berlin sind bewilligt, und damit steht dem Bau einer hochwertigen Radverkehrsverbindung zwischen Münster und dem Ruhrgebiet nichts mehr im Weg. Die beteiligten Kommunen Senden, Dülmen, Lüdinghausen und Olfen sowie der Kreis Coesfeld arbeiten eng zusammen, um dieses zukunftsweisende Infrastruktur-Projekt zu realisieren. Dabei diente die in Münster bereits realisierte „Kanalpromenade“ als Vorbild.

Die geplante Radroute, die sich insgesamt über rund 30 Kilometer erstreckt, hat das Potenzial, sowohl den Alltagsradverkehr als auch den Tourismus in der Region erheblich zu stärken. Eine Asphaltdecke anstelle der bisher wassergebundenen Decken, eine durchgehende Ausbaubreite von mindestens drei Metern – auf die sich die Kommunen verständigt haben – sowie reflektierende Fahrbahnrandmarkierungen garantieren eine hohe Qualität und Sicherheit. Besonders erfreulich aus Sicht der kommunalen Vertreter ist, dass die Abschnitte auf Betriebswegen zu 90 Prozent durch den Bund finanziert werden. Für die weiteren Maßnahmen, darunter Fahrbahnmarkierungen und Verbreiterungen, sollen zusätzliche Landesfördermittel über die „Förderrichtlinie Nahmobilität“ beantragt werden.

Die ursprünglich im Jahr 2021 veranschlagten Gesamtkosten von 4.766.970 Euro werden aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen voraussichtlich nicht mehr ausreichen. Die kommunalen Eigenanteile sind nach den aktuellen Plandaten wie folgt aufgeteilt:
•    Senden: 323.540 Euro
•    Stadt Dülmen: 79.700 Euro
•    Lüdinghausen: 408.970 Euro
•    Olfen: 439.230 Euro

Die Planungen für den Streckenausbau beginnen 2025. Ziel ist es, 2026 mit dem Bau des ersten Abschnitts in Senden zu starten. Die Fertigstellung der gesamten Strecke wird voraussichtlich bis 2028 dauern. Bereits jetzt lassen Zählungen erahnen, welchen Mehrwert die neue Infrastruktur bieten wird: Allein in Senden wurden an einer Messstelle am Kanal bereits 86.429 Radfahrer gezählt.