Der aus Seppenrade stammende Riesenammonit im LWL-Museum für Naturkunde in Münster trägt nun den Spitznamen „Seppi“. „Heute gibt es besonders in Seppenrade viele strahlende Gesichter“, freut sich Bürgermeister Ansgar Mertens. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben bei der vom LWL-Museum für Naturkunde gestarteten Namenssuche mitgemacht und für „Seppi“ gestimmt. Insgesamt entschieden sich nach Angaben des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe 276 von 454 Teilnehmenden für den Namen, den Bürgermeister Ansgar Mertens im Laufe der Abstimmung zusätzlich ins Spiel gebracht hatte.

„Als ich die Namenssuche für den Ammoniten mitbekommen habe, war mir sofort klar, dass es für das Seppenrader Wahrzeichen eigentlich nur einen Namen geben kann“, erklärt Mertens. „Umso mehr freue ich mich über die große Beteiligung, vor allem der Seppenraderinnen und Seppenrader. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie sehr wir hinter unserem Ammoniten stehen.“

Im Vorfeld haben der Heimatverein Seppenrade und die Stadtverwaltung bereits alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich an der Abstimmung zu beteiligen. Immerhin ist der Riesenammonit Teil des Lüdinghauser Stadtwappens und ein echtes Stück Heimatgeschichte.

Mit dem Namen „Seppi“ hat das Fossil nun eine eigene, sympathische Identität erhalten und wird künftig noch stärker mit seinem Fundort Seppenrade in Verbindung gebracht. Das LWL-Naturkundemuseum wird den Ammoniten im Rahmen von neu gestalteten Ausstellungen künftig auch digital noch stärker in Szene setzen. In diesem Zusammenhang hatte das Museum eine Abstimmung über einen Namen mit hohem Wiedererkennungswert gestartet. Der wissenschaftliche Name „Parapuzosia seppenradensis“ bleibt indes selbstverständlich bestehen.

Auch die Freude im Rosendorf selbst wird noch anhalten. Bereits im Vorfeld hatte Bürgermeister Ansgar Mertens augenzwinkernd angekündigt: Sollte der Riesenammonit künftig „Seppi“ heißen, werde er beim nächsten Rosenfest ein Fass Bier spendieren.